Besuch von berühmten russischen Autor und Illustrator  

 Im Februar war bei uns in der Schule ein großer Besuch von den russischen Autor und Illustrator Herr Oljenikov und Herr Usaschov.

Als sie bei uns an der Schule ankamen, trafen wir uns im Lesezimmer. Es waren alle russischen Kinder dabei also auch ich und sogar Kinder, die kein russisch sprechen, denn sie wollten es sich mal anhören wie so auf russischer Schrift gelesen wird.  

Zuerst begrüßte unsere Schulleiterin und ich alle Kinder und Lehrer, die im Lesezimmer waren. Mit dem Autor und dem Illustrator war noch eine Übersetzerin dabei, denn schließlich konnten nicht alle perfekt russisch.

Zunächst sahen wir eine Fotoshow mit vielen lustigen und schönen Bildern vom Illustrator. Wir alle lachten, als ein sehr witziges Bild gezeigt wurde und der Autor und der Illustrator freuten sich, dass es uns so gefällt.

 

Herr Usaschov las uns eine Geschichte aus seinem Buch auf Russisch vor, die Dolmetscherin übersetzte dies dann immer gleich ins Deutsche.

Zum Abschluss spielten wir ein Spiel auf russischer Sprache, wir mussten alle raten, was das Krokodil wohl gefressen hat, weil es Bauchweh hat. Nun mussten wir wieder in unsere Klassenzimmer zurück.

Am zweiten Tag waren wir im Religionszimmer eingeladen und wussten noch nicht genau, was uns erwarten wird.   

Als alle ankamen, gingen die Lehrer und wir waren mit dem Autor und Illustrator alleine. Nun hat der Autor gesagt: „Сегодня мы будем писать историю о Сладкий-каша далее.“ Auf Deutsch übersetzt bedeutet dies: „Heute werden wir die Geschichte vom süßen Brei weiterschreiben. Die Geschichte kannten wir schon alle, wir haben sie in der Schule kennen gelernt und in Russland kennt einfach jeder das Märchen.

Es hangen viele leere weiße große Plakate an der Tafel. Auf die Blätter malte der Illustrator die Bilder von der Geschichte, die wir erfanden. Die Geschichte und die realen Bilder findet ihr auf: Bertha-Hirsch-Schule (BHGS).

Nun klopfte es an der Tür: es kamen Eltern und Lehrer rein, die etwas trugen.
Ratet mal, was es ist. ---- Na, klar!!! Es ist süßer Brei. Wir hatten eine Pause und aßen Brei und ein russisches Getränk das буратино, das heißt auf Deutsch Pinocchio. Es war sehr lecker.

Danach gingen die Lehrer und die Eltern zur Tür und schauten uns zu. Als der Illustrator mit dem Malen fertig war, fragte ich ihn, womit er malt. Er zeigte mir einen Stift, der groß schreibt und nicht mit Tinte schreibt und sagte, das wäre ein Illustratorstift.

Nach einer Weile hatten wir die Geschichte fertig und brauchten jetzt Stifte. Wir mussten uns aussuchen, ob wir schreiben oder malen wollen. Die meisten haben sich dafür entschieden, unsere erfundene

Geschichte aufzuschreiben, ich habe die Geschichte auf russisch übersetzt.

     

Leider war es jetzt schon vorbei. Wir mussten uns verabschieden, aber zuvor haben wir noch ein kleines Geschenk bekommen; vom Illustrator - und zwar eine Karte. Nur ich habe nichts bekommen. Ich habe mich gewundert aber dann bekam ich den Stift vom Illustrator! Ich habe mich riesig gefreut und sehr bedankt, denn sowas kann eigentlich niemand erleben. Das ist schon etwas ganz Besonderes!

 Zum Schluss hat jeder noch ein Autogramm bekommen.

 

Hier kommt nun das ursprüngliche Märchen:

Der süße Brei (Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm)

Es war einmal ein armes, frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen. Da ging das Kind hinaus in den Wald, und begegnete ihm da eine alte Frau, die wusste seinen Jammer schon und schenkte ihm ein Töpfchen, zu dem sollt es sagen: "Töpfchen, koche," so kochte es guten, süßen Hirsebrei, und wenn es sagte: "Töpfchen, steh," so hörte es wieder auf zu kochen.

Das Mädchen brachte den Topf seiner Mutter heim, und nun waren sie ihrer Armut und ihres Hungers ledig und aßen süßen Brei, sooft sie wollten.

Auf eine Zeit war das Mädchen ausgegangen, da sprach die Mutter: "Töpfchen, koche," da kocht es, und sie isst sich satt; nun will sie, dass das Töpfchen wieder aufhören soll, aber sie weiß das Wort nicht. Also kocht es fort, und der Brei steigt über den Rand hinaus und kocht immerzu, die Küche und das ganze Haus voll und das zweite Haus und dann die Straße, als wollt s die ganze Welt satt machen, und ist die größte Not, und kein Mensch weiß sich da zu helfen. Endlich, wie nur noch ein einziges Haus übrig ist, da kommt das Kind heim und spricht nur: "Töpfchen, steh," da steht es und hört auf zu kochen, und wer wieder in die Stadt wollte, der musste sich durchessen.

Von Joan und Lilly

Geschrieben am 12.3.2014

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