Mannheimer Morgen 12.7.2013

Käfertal/Rott: Information im Bezirksbeirat / Mensa soll behindertengerecht ausgebaut werden / Zusätzliche Deputatsstunden

Bertha-Hirsch-Schule stellt ab 2015 auf Ganztagsbetrieb um

Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Jansch

 

Frühestens bis zum Schuljahr 2014/2015 soll in der Bertha-Hirsch-Schule ein Ganztagesbetrieb aufgenommen werden. Voraussetzung ist, dass der Bau der Mensa fristgerecht fertiggestellt wird. Wie Christian Krcak vom Fachbereich Bildung die Bezirksbeiräte informierte, gibt es darüber hinaus noch Änderungswünsche, die noch eingearbeitet werden müssten. Unter anderem geht es um die Frage, was mit der Skateranlage passieren soll. "Die Vorlage ist noch in der Abstimmung", sagte Krcak.

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Bereits im Jahr 2008 hatte der Gemeinderat der Aufnahme des Ganztagsschulbetriebs an der Bertha-Hirsch-Schule zugestimmt. Da jedoch zu diesem Zeitpunkt noch keine abschließende Aussage über die Öffnungszeiten der zukünftigen Ganztagsschule getroffen werden konnte, wurden für die Erhebung der anfallenden Kosten 45 Stunden als wöchentliche Öffnungszeiten zugrunde gelegt. Nachdem das pädagogische Konzept vorliegt wurden für den Ganztagsbetrieb Öffnungszeiten von Montag bis Freitag, jeweils von 7.30 bis 16.30 Uhr, also auf neun Stunden täglich festgelegt. Acht zusätzliche Lehrerdeputatsstunden pro Klasse stehen Schulleiterin Christine Spiegel-Dumont zur Verfügung. Der momentane Stundenumfang für Personal von 125 wird dann auf 178,5 Stunden erweitert. Je nach Konzeption und pädagogischer Ausrichtung der Bertha-Hirsch-Schule kann hierzu geeignetes Personal oder können auch bedarfsorientiert außerschulische Kooperationspartner aus sonstigen pädagogischen Bereichen sowie Sport, Kunst oder Musik zum Einsatz kommen.

Die Kosten teilen sich das Land Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim als Schulträger. Während das Land die Kosten für die zusätzlichen Lehrerwochenstunden übernimmt, trägt die Stadt mit Aufnahme des gebundenen Ganztagsbetriebes die anfallenden Kosten für die kommunalen Stunden im freizeitpädagogischen Bereich, die Beaufsichtigung des Mittagsbandes sowie die Einrichtung der Mittagsverpflegung. Die Stadt rechnet mit jährlichen Mehrkosten in Höhe von rund 70 000 Euro. Wie aus der Verwaltungsvorlage hervorgeht, betragen die Gesamtkosten bei einem Vollausbau der Ganztagsschule jährlich 229 410 Euro. Da aber durch den Ganztagsbetrieb das Betreuungsangebot (momentan 125 Stunden) sukzessive entfallen könnte, belaufen sich die tatsächlichen Kosten nur auf 160 650 Euro, und diese Summe, so die Verwaltung, wäre durch den Haushalt gedeckt.

 

Die Bezirksbeiräte begrüßten in der von Stadtrat Carsten Südmersen geleiteten Sitzung die Einführung des Ganztagsschulbetriebs an der Bertha-Hirsch-Schule. "Es freut mich, dass die Geschichte in Gang kommt", meinte SPD-Sprecher Gerd Stüber-Fehr. Besonders wichtig sei ihm der behindertengerechte Ausbau der Mensa. Seit zwölf Jahren kooperiert die Bertha-Hirsch-Schule beim Thema Inklusion mit der Martinschule Ladenburg.

Wie die Verwaltung weiter informierte, soll der Ganztagsschulbetrieb schrittweise eingeführt werden. Zum Schuljahr 2014/2015 sollen zunächst die Klassenstufe 1 und eine Vorbereitungsklasse den Ganztagsbetrieb aufnehmen. In den weiteren Schuljahren folgen dann jeweils die ersten Klassen und eine weitere Vorbereitungsklasse, so dass bis im Schuljahr 2017/18 alle Klassen im Ganztagsbetrieb sein werden.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 12.07.2013