Noch langer Weg bis zur Ganztagsschule

Von unserer Mitarbeiterin Sylvia Osthues


 

Bürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb (2.v.r.) und Hans-Jürgen Heißner vom Fachbereich Bildung (r.) schauten in der Bertha-Hirsch-Schule vorbei. Die Kinder und Rektorin Christine Spiegel-Dumont (3.v.r.) freuten sich.

© ost

Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb stattete der Bertha-Hirsch-Schule einen Besuch ab - nicht nur, um die Grundschule im Rott einmal näher kennenzulernen, sondern auch um die Planung für eine Ganztagsschule voranzubringen. Rektorin Christine Spiegel-Dumont, Lehrer und Schüler bereiteten der Dezernentin und ihrem Stabs-Team mit dem Bertha-Hirsch-Schullied einen musikalisch-herzlichen Empfang. Die Schüler hatten aber auch Fragen an die Bildungsbürgermeisterin.

Emely (Klasse 4b) und Nils (Klasse 4a) schlüpften in die Rolle der Schulreporter und interviewten Ulrike Freundlieb. Sie fragten unter anderem nach dem Grund für den Schulbesuch im Rott. Freundlieb erklärte, sie habe vor, alle 85 Schulen in Mannheim im Laufe ihrer Amtszeit zu besuchen, um die Schulen kennen zu lernen und mit den Schulleitern, Lehrern und Schülern ins Gespräch zu kommen, aber auch um zu erfahren, was es für Probleme gibt. Lilly, Sophie, Nils, Daniel, Elena, Emely, Laura und Momo zählten auf, was ihnen in der Schule Spaß macht und was sie sich wünschen. Eigentlich gefällt ihnen alles an ihrer Schule: beispielsweise die große Turnhalle und der große Schulhof, die vielen AGs, die Mauskurse und das Arbeiten am Computer. Doch wenn die Schule Ganztagsschule wird, hofften sie, dass es dann ein besseres Essen gibt, nicht so viel Vegetarisches und mehr Fleisch.

Unterricht in der Außenklasse

 

Schön wären auch eine Schaukel und ein Klettergerüst auf dem Pausenhof. Um sich ein Bild vom Unterricht an der Bertha-Hirsch-Schule mit rund 200 Schülern, davon 126 mit Migrationshintergrund, zu machen, nahm die Bürgermeisterin an einer Englischstunde in der "Außenklasse" teil. Die 26 Schüler - 20 Regelschüler und sechs Schüler aus der Martinschule, einer Sonderschule für behinderte Kinder in Ladenburg - werden gemeinsam von Grundschullehrerin Andrea Zegowitz und Sonderschullehrer Sebastian Spies unterrichtet.

Rektorin Spiegel-Dumont erläuterte: Die behinderten Schüler bleiben Schüler der Sonderschule. Sie werden nach dem Sonderschulbildungsplan unterrichtet und erhalten auch ein Zeugnis der Sonderschule. "Nach unserer 13-jährigen Erfahrung ist es für uns die beste Form von Inklusion", sagte die Rektorin. Seit diesem Schuljahr besuche eine zusätzliche Außenklasse der Eugen-Neter-Schule die Bertha-Hirsch-Schule.

Der geplante Ausbau zur Ganztagsschule wird von der Schulgemeinschaft begrüßt. Die Elternbeiratsvorsitzende Ayse Özkan wollte aber wissen, wann es los geht, schließlich sei das Thema schon seit 2007 im Gespräch. Hans-Jürgen Heißner vom Fachbereich Bildung bat um Geduld. Der Gemeinderat habe zunächst ein "Teilsignal" gegeben. Über das Personal müsse das Land entscheiden. Auch müssten erst die entsprechenden baulichen Voraussetzungen geschaffen werden. Planung und Maßnahmekatalog sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Landtag müsse dann noch mal zustimmen. Momentan gebe es nur einen Entwurf. Ab 2015 soll die Ganztagsschule Regelschule werden.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 05.02.2014

Mannheimer Morgen 12.7.2013

Käfertal/Rott: Information im Bezirksbeirat / Mensa soll behindertengerecht ausgebaut werden / Zusätzliche Deputatsstunden

Bertha-Hirsch-Schule stellt ab 2015 auf Ganztagsbetrieb um

Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Jansch

 

Frühestens bis zum Schuljahr 2014/2015 soll in der Bertha-Hirsch-Schule ein Ganztagesbetrieb aufgenommen werden. Voraussetzung ist, dass der Bau der Mensa fristgerecht fertiggestellt wird. Wie Christian Krcak vom Fachbereich Bildung die Bezirksbeiräte informierte, gibt es darüber hinaus noch Änderungswünsche, die noch eingearbeitet werden müssten. Unter anderem geht es um die Frage, was mit der Skateranlage passieren soll. "Die Vorlage ist noch in der Abstimmung", sagte Krcak.

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Bereits im Jahr 2008 hatte der Gemeinderat der Aufnahme des Ganztagsschulbetriebs an der Bertha-Hirsch-Schule zugestimmt. Da jedoch zu diesem Zeitpunkt noch keine abschließende Aussage über die Öffnungszeiten der zukünftigen Ganztagsschule getroffen werden konnte, wurden für die Erhebung der anfallenden Kosten 45 Stunden als wöchentliche Öffnungszeiten zugrunde gelegt. Nachdem das pädagogische Konzept vorliegt wurden für den Ganztagsbetrieb Öffnungszeiten von Montag bis Freitag, jeweils von 7.30 bis 16.30 Uhr, also auf neun Stunden täglich festgelegt. Acht zusätzliche Lehrerdeputatsstunden pro Klasse stehen Schulleiterin Christine Spiegel-Dumont zur Verfügung. Der momentane Stundenumfang für Personal von 125 wird dann auf 178,5 Stunden erweitert. Je nach Konzeption und pädagogischer Ausrichtung der Bertha-Hirsch-Schule kann hierzu geeignetes Personal oder können auch bedarfsorientiert außerschulische Kooperationspartner aus sonstigen pädagogischen Bereichen sowie Sport, Kunst oder Musik zum Einsatz kommen.

Die Kosten teilen sich das Land Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim als Schulträger. Während das Land die Kosten für die zusätzlichen Lehrerwochenstunden übernimmt, trägt die Stadt mit Aufnahme des gebundenen Ganztagsbetriebes die anfallenden Kosten für die kommunalen Stunden im freizeitpädagogischen Bereich, die Beaufsichtigung des Mittagsbandes sowie die Einrichtung der Mittagsverpflegung. Die Stadt rechnet mit jährlichen Mehrkosten in Höhe von rund 70 000 Euro. Wie aus der Verwaltungsvorlage hervorgeht, betragen die Gesamtkosten bei einem Vollausbau der Ganztagsschule jährlich 229 410 Euro. Da aber durch den Ganztagsbetrieb das Betreuungsangebot (momentan 125 Stunden) sukzessive entfallen könnte, belaufen sich die tatsächlichen Kosten nur auf 160 650 Euro, und diese Summe, so die Verwaltung, wäre durch den Haushalt gedeckt.

 

Die Bezirksbeiräte begrüßten in der von Stadtrat Carsten Südmersen geleiteten Sitzung die Einführung des Ganztagsschulbetriebs an der Bertha-Hirsch-Schule. "Es freut mich, dass die Geschichte in Gang kommt", meinte SPD-Sprecher Gerd Stüber-Fehr. Besonders wichtig sei ihm der behindertengerechte Ausbau der Mensa. Seit zwölf Jahren kooperiert die Bertha-Hirsch-Schule beim Thema Inklusion mit der Martinschule Ladenburg.

Wie die Verwaltung weiter informierte, soll der Ganztagsschulbetrieb schrittweise eingeführt werden. Zum Schuljahr 2014/2015 sollen zunächst die Klassenstufe 1 und eine Vorbereitungsklasse den Ganztagsbetrieb aufnehmen. In den weiteren Schuljahren folgen dann jeweils die ersten Klassen und eine weitere Vorbereitungsklasse, so dass bis im Schuljahr 2017/18 alle Klassen im Ganztagsbetrieb sein werden.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 12.07.2013

Bunte Fähnchen wehen im Wind, von fern her sind die Töne einer Drehleier zu hören, und der Duft von frischem Popcorn liegt in der Luft – die Jahrmarkt-Atmosphäre beim Frühlingsfest der Bertha-Hirsch-Grundschule im Rott war einfach perfekt. “In diesem Jahr wollten wir mal etwas anderes ausprobieren. Deshalb haben wir uns für das Thema Markt entschieden”, erklärt Schulleiterin Christine Spiegel-Dumont, die sich als mittelalterliche Adelsdame verkleidet hat. “Wir haben natürlich nicht nur über Jahrmärkte gesprochen.

 Mannheimer Morgen 28.6.2013

Rott: Bertha-Hirsch-Schule feiert den Geburtstag von MAUS

 Lied von den schlauen Mäusekindern: Mit Liedern, Tanzvorführungen und Mitmachaktionen feierte die Bertha-Hirsch-Schule ein Jahr MAUS

„Schlaue Mäuse, das sind wir“

Groß war der Andrang und ausgesprochen vielseitig das Programm beim Schulfest der Bertha-Hirsch-Schule. "Wir feiern gemeinsam den ersten Geburtstag von MAUS an unserer Schule, MAUS bedeutet Mannheimer Unterstützungssystem Schule", erklärte die Schulleiterin, Christine Spiegel-Dumont bei der Eröffnung. Mannheim habe als eine der ersten Städte überlegt, wie kann man Schule unterstützen mit vielen Partnern, wie beispielsweise Stadtbibliothek, Abendakademie, Musikschule, Kinderzirkus aber auch das Kinder- und Jugendtheater Schnawwl. MAUS habe bundesweit Vorbildcharakter, sei nicht ganz billig - koste fast eine Dreiviertelmillion Euro. 13 Schulen seien daran beteiligt. "Wir freuen uns, dass wir auch dabei sind", sagte die Rektorin.

MAUS habe vieles an ihrer Schule verändert: Die Schüler haben was anderes gelernt. Plötzlich gab es ganz viele neue Kurse, nämlich 16 zusätzlich in der Woche - Selbstverteidigung, Experimentieren, Hip-Hop, Judo, Geschicklichkeitstraining, Schulhausgestaltung, Geschichten erzählen und vieles mehr. Zum Auftakt des Schulfestes zeigten die verschiedenen Klassen, was sie rund um das MAUS-Programm einstudiert hatten: Fetziger HipHop, aber auch der Gangnam-Style hatte seinen Platz im Tanzprogramm von Alina Wagner.

Mädchen zeigten, was sie im Kurs von Patrizia Wolfinger zur Stärkung ihrer sozialen Kompetenz in Punkto Selbstbehauptung alles gelernt haben. Spektakulär war die Judo-Vorführung der "Wilden Kerle" unter Leitung von Björn Eicher. Auch das Lied der Bertha-Hirsch-Schule wurde wegen MAUS verändert: "Ganz schlaue Mäusekinder, das sind wir, hier im Rott", sangen die 200 Schüler der Bertha-Hirsch-Schule gemeinsam mit den Schülern der zwei angeschlossenen Außenklassen der Martinschule für behinderte Kinder.

Danach galt es dann, die Angebote auf dem Schulhof und in den verschiedenen Klassenräumen zu entdecken. Beim Luftballonwettbewerb am Ende des Schulfestes ließen die Schüler gemeinsam Hunderte bunter Ballons gen Himmel steigen. "Das war ein schönes Fest mit einem tollen Programm", fand Nilgün Birdir, die Mutter des achtjährigen Onur. ost

© Mannheimer Morgen, Freitag, 28.06.2013

 

 

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