Sprachförderung und Musik - Musik und freies Schreiben,

das sind die Bausteine, die durch das Projekt "Dein Lied: Wörter und Töne finden" zusammengefügt werden sollen.

 Angebote zur Lese- und Sprachförderung sowie verschiedene Musik-AGs gab es an der Bertha-Hirsch-Grundschule bereits. Mit "Dein Lied" aber wird beides verbunden. Die beteiligten Projektpartner Schule, Jugendförderung und Stadtbibliothek, bringen dabei ihre ganz besonderen Kompetenzen ein.

Dabei geht es nicht einfach nur darum Worte oder eine Melodie zu finden. Seit Oktober 2013 haben 7 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit den Rhythmus der Musik mit dem Rhythmus von Sprache zu vergleichen. Sie werden angeleitet Musik in Worte zu fassen und für Worte passende Musik zu finden. Am Beginn stand dabei die Sensibilisierung für Töne und Rhythmus. Unter Anleitung eines ausgebildeten "Education Artists" (Marion Feichter) lernten die Schülerinnen und Schüler Töne und Musik bewusst zu hören. Das "Zuhören" als eine der Schlüsselkompetenz für eine erfolgreiche Sprachförderung wurde so ebenfalls geschult.

 Das Thema "Mut" für ein Lied aus der Gefühlswelt der Kinder wurde bereits in diesem Stadium von den Schülerinnen und Schüler selbst gefunden. Die Themenauswahl machte den Austausch über Gefühle, Ideen und Alltagserlebnisse notwendig. Hier half der Coach die richtigen Worte zu finden, die Schülerinnen und Schüler erweiterten so - nebenbei - ihren Wortschatz.

Schnell wurde deutlich, dass für den Liedtext besondere Worte gefunden werden mussten. Häufig reichte die Alltagssprache nicht aus. Hier war vielfältige Unterstützung notwendig. Es wurde mit Wortfeldern gearbeitet, mit Reimwörtern, in Büchern gestöbert und ganz gezielt in Liederbüchern und Gedichtbänden gesucht. Hier dienten (gezielt vorbereitete) Bibliotheksbesuche als "Inspirationsquelle". Interessant war zu beobachten, dass es tatsächlich gelang über den Rhythmus der Musik auch für den Rhythmus der Sprache zu sensibilisieren. Neben der Arbeit mit Percussioninstrumenten, Keyboard und Gitarre wurden auch professionelle Aufnahmen mit den eigenen Möglichkeiten verglichen. So wurden die Schülerinnen und Schüler geschult aktiv zuzuhören und nicht nur passiv zu konsumieren. Bei der geplanten Aufnahme zum Abschluss des Projektes wird den Kindern ein Eindruck von der Produktion eines Liedes vermittelt. Die bewusste Verzahnung von Musik und Sprache stellt unter den beschriebenen Bedingungen (Einsatz eines Experten/ Educating Artist, Zusammenarbeit von Schule, Jugendarbeit und Bibliothek)einen starken Bezug zur Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler her und führte durch den handlungsorientierten Ansatz zu nachhaltigen Ergebnissen. Sowohl die Reflexion über Musik als auch über Sprache geschah spielerisch. Die Schülerinnen und Schüler wurden für den Rhythmus von Musik und Sprache sensibilisiert und sie erfuhren die Bedeutung des richtigen Tons und des richtigen Wortes.

Jetzt heißt es nur noch: Daumen drücken!