Hallo heute  erzähle ich euch, was ich an Weihnachten so tue. Also ich bin keine Christin, sondern eine Muslimin.

Ich lerne, spiele und lese Koran. Es ist ein Buch, das auf Arabisch geschrieben ist und so ähnlich wie die Bibel ist. Jeder, der in die Moschee geht, lernt die Buchstaben auf Arabisch. Man muss zunächst die Zeichen lernen, zu schreiben. Wenn man das kann, wird man in den Koranunterricht aufgenommen und man bekommt erklärt, wie man lesen soll. Beispielsweise muss man die rot geschriebenen Zeichen lang aussprechen und bei dunkelrot muss man es noch länger aussprechen. Es gibt das Morgengebet, das Vormittagsgebet, das Mittagsgebet, das Nachmittagsgebet und das Abendgebet. Das Nachtgebet um elf  ist freiwillig. So gibt es fünf Gebete am Tag, die gebetet werden sollen. Wir beten nicht so wie die Christen, sondern man muss einen kleinen Text aus dem Koran singen. Am Anfang steht man gerade und hält beide Hände bei Frauen auf die Brust und bei Männern auf den Bauch. Dann beugt man sich vor und stützt die Hände auf den Knien ab. Dann steht man wieder gerade und geht sofort auf die Knie und beugt sich nach vorne auf den Boden und setzt sich zweimal wieder zurück.

Bei uns gibt es keinen Tannenbaum und nichts Weihnachtliches. Manchmal backe ich aber auch mit meiner Mutter Plätzchen.

An Neujahr feiern wir genau wie andere Leute. Meine Familie schießt keine Raketen ab, andere schon. Dafür schauen wir gerne zu und genießen es.

Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2020, Sabin aus der Homepage-AG